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Prak­ti­sche An­wen­dung Kryp­to­graph­isch­er Prüf­sum­men

An­ge­wand­te Kryp­to­gra­phie: Prüf­sum­men

Com­­­pu­­­ter­­­da­­­tei­­­en kön­­­nen auf vie­­­le Wei­­­sen un­­­be­­­merkt ma­­­ni­­­pu­­­liert wer­­­den. Kryp­­­to­­­gra­­­phi­­­sche Prüf­­­sum­­­men, Hash­­wer­­­te, die­­­nen dem Schut­­­ze Ih­­­rer Da­­­ten: Durch Bil­­­dung ei­­­nes elek­­­tro­­­ni­­­schen Fin­­­ger­­­ab­­­drucks ei­­­ner Da­­­tei wird ein stets gleich­­blei­­­ben­­­der Zah­­­len­­­wert er­­­stellt. Weicht die­­­ser zu ei­­­nem spä­­­te­­­ren Zeit­­­punkt ab, liegt Be­­­schä­­­di­­­gung oder Ma­­ni­­pu­­la­­tion vor. Mit ei­­­nem ei­n­­zi­­­gen Maus­­­klick läßt sich so je­­der­­zeit die Un­­­ver­­­sehrt­­­heit ei­­­ner Da­­­tei prü­­­fen. Die­­­se il­­­lu­st­rier­­­te Ein­­­füh­­­rung be­­­han­­­delt Jack­­­sum, ein frei­­­es und platt­­­form­­­un­­­ab­­­hän­­­gi­­ges Pro­­­gramm. Kryp­­­to­­­gra­­­phi­­­sche Prüf­­­sum­­­men bil­­­den die Grund­­­la­­­ge für Sig­­­nie­­­rung, Ver­­­schlüs­­­se­­­lung, für Netz­­­sei­­­ten- und E-​Mail-​Zer­­­ti­­­fi­­­ka­­­te, für die qua­­­li­­­fi­­­zier­­­te elek­­­tro­­­ni­­­sche Sig­­­na­­­tur so­­­wie für das tech­­­ni­­­sche Ver­­­ständ­­­nis der re­­­vi­­­sions­­­si­­­che­­­ren E-​Mail-​Ar­­­chi­­­vie­­­rung, zu der al­­­le Kauf­­­leu­­­te ge­­­setz­­­lich ver­­­pflich­­­tet sind.


In­halts­ver­zeich­nis

1 Funk­tions­wei­se

1.1 Elek­tro­ni­sche Fin­ger­ab­drücke

1.2 Qua­li­täts­kri­te­rien

1.3 Vor­herr­schen­de Stan­dards im We­sten und in Ruß­land

1.4 Existie­ren für die Öf­fent­lich­keit ge­sper­rte Tech­no­lo­gien?

2 An­wen­dungs­bei­spie­le: Ge­schäfts­welt, In­ter­net, Ar­chi­vie­rung

2.1 Wah­rung der Da­tei­in­te­gri­tät

2.2 An­halts­punkt für den Be­ar­bei­tungs­stand ei­ner Da­tei

2.3 Wapp­nung ge­gen Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät, Schutz vor Mob­bing

2.4 Da­tei­be­zug­nah­me in Ver­trä­gen und Ein­gangs­be­stä­ti­gun­gen

2.5 Fo­to­gra­fen, Fo­to­mo­del­le, Kün­stler: Bild­li­zen­zie­run­gen

2.6 Te­le­fo­nisch über­mit­tel­ter An­halts­punkt für die Echt­heit ver­sand­ter Do­ku­men­te

2.7 Hash­wer­te-Ver­öf­fent­li­chung als er­satz­wei­ser Echt­heits­nach­weis

2.8 Do­ku­men­te mit Hash­wer­ten ver­öf­fent­li­chen

2.9 Ar­chi­vie­rung von Da­tei­en

2.10 Wei­te­re An­wen­dungs­be­rei­che

2.11 Miß­brauchs­mög­lich­kei­ten

2.12 Soft­ware­ak­ti­vie­rung und Rech­ner­iden­ti­fi­ka­tion über elek­tro­ni­sche Fin­ger­ab­drücke

3 Pra­xis

3.1 Jack­sum be­sor­gen und in­stal­lie­ren

3.1.1 In­stal­la­tion von Ja­va und Jack­sum

3.1.2 An­wen­dung un­ter KDE Kon­queror und KDE Dol­phin

3.1.3 GNOME Nau­ti­lus

3.1.4 An­wen­dung un­ter Ex­plo­rer: MS-​Win­dows 7 und -XP

3.2 Wei­te­re An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten

4 Kon­so­len­ba­sier­te Prüf­sum­men­bil­dung

4.1 Bor­dei­ge­ne SHA-Al­go­rith­men un­ter Unix/​BSD- und GNU/​Li­nux-​Sy­ste­men

5 In­for­ma­tions­quel­len zur an­ge­wand­ten Kryp­to­gra­phie und Com­pu­ter­si­cher­heit

5.1 Die qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Sig­na­tur in der BRD

5.1.1 Leit­fa­den Elek­tro­ni­sche Sig­na­tur

5.1.2 Sig­na­tur­ge­setz­re­le­van­te Be­griffs­be­stim­mun­gen in der BRD

5.1.3 Of­fi­ziel­le Netz­sei­ten der BRD zur Elek­tro­ni­schen Sig­na­tur

5.2 Ge­setz­lich an­er­kann­te, re­vi­sions­si­che­re E-​Mail-​Ar­chi­vie­rung

5.3 Zwei zen­tra­le Netz­sei­ten zur an­ge­wand­ten Kryp­to­gra­phie

5.4 Eng­lisch­spra­chi­ge Vi­deo­ein­füh­run­gen bei You­tube

5.5 Hi­sto­ri­scher Rück­blick bei Google Vi­deo

5.6 Er­höh­te Si­cher­heit mit frei­en Be­triebs­sy­ste­men

5.6.1 Quell­code, Pro­gramm­text

5.6.2 Ma­schi­nen­code, Bi­när­code

5.6.3 Freie Soft­ware

5.6.4 Quell­code­kon­trol­le und Hin­ter­tü­ren­frei­heit

5.6.5 Kom­ple­xi­tät und Si­cher­heit ver­sus Be­die­nungs­kom­fort

5.6.6 Freie Be­triebs­sy­stem­al­ter­na­ti­ven, „Binary Blobs“

5.6.7 Dual­boot-Op­tion

5.6.8 Be­triebs­sy­stem­emp­feh­lun­gen

5.6.9 Erst­klas­si­ges frei­es Be­triebs­sy­stem: Ubun­tu 10.04 LTS

5.6.10 PC-BSD und gNew­Sense

5.7 Wei­te­re Sei­ten zum The­ma Com­pu­ter­si­cher­heit



1 Funk­tions­wei­se
1.1 Elek­tro­ni­sche Fin­ger­ab­drücke

Men­­­schen sind kom­­­­ple­­­­xe Le­­­­be­­­­we­­­­sen. Für ih­­­­re schnel­­­­le und un­­­­komp­­­­li­­­­zier­­­­te Iden­­­­ti­­­­fi­­­­zie­­­­rung wer­­­­den oft­­­­mals Fin­­­­ger­­­­ab­­­­drücke er­­­­stellt. Nach dem­­­­sel­­­­ben Prin­­­­zip kön­­­­nen Com­­­­pu­­­­ter­­­­da­­­­tei­­­­en iden­­­­ti­­­­fi­­­­ziert wer­­­­den: durch Er­­­­zeu­­­­gung ei­­­­nes „elek­­­­tro­­­­ni­­­­schen Fin­­­­ger­­­­ab­­­­drucks“, der so ge­­­­nann­­­­ten kryp­­­­to­­­­gra­­­­phi­­­­schen Prüf­­­­sum­­­­me, ei­­­­ner stets gleich­­­­blei­­­­ben­­­­den Zahl. Mit­­­­tels stan­­­­dar­­­­di­­­­sier­­­­ter Ver­­­­fa­­­h­­­ren kann so ei­­­­ne schnel­­­­le In­­­­te­­­­gri­­­­täts- und Echt­­­­heits­­­­kon­­­­trol­­­­le von Da­­­­tei­­­­en jed­­­­we­­­­der Art vor­­­­ge­­­­nom­­­­men wer­­­­den.

Mensch­­­­li­­­­che Fin­­­­ge­­r­­­­ab­­­­drücke wer­­­­den mit Stem­­­­pel­­­­kis­­­­sen er­­­­stellt, elek­­­­tro­­­­ni­­­­sche mit ei­­­­nem Prüf­­­­sum­­­­men­­­­pro­­­­gramm.


Abbildung 1: Echtheitsnachweis bei Mensch und Computerdatei

Abb.1: Echt­­­heits­­­nach­­­weis bei Mensch und Com­­­pu­­­ter­­­da­­­tei



1.2 Qua­li­täts­kri­te­rien

Wir be­­­­trach­­­­ten kryp­­­­to­­­­gra­­­­phi­­­­sche Prüf­­­­sum­­­­men. Sie ba­­­­sie­­­­ren auf Streu­­­­wert- bzw. Hash­­­­funk­­­­tio­­­­nen, die zu ei­­­­ner be­­­­lie­­­­bi­­­­gen Da­­­­tei Streu- bzw. Hash­­­­wer­­­­te als Er­­­­ge­­­b­­­nis lie­­­­fern. Die­­­­ser Wert wird auch Hash­­­­code bzw. Hash ge­­­­nannt.

Ei­­ne Da­­tei, so­­wie iden­­ti­­sche Ko­­pien von ihr, weist stets die­­sel­­be Hash­­wert-Prüf­­sum­­me auf. Än­­dert sich je­­doch auch nur ein ein­­zi­­ges Bit oder Zei­­chen durch Be­­schä­­di­­gung oder Ma­­ni­­pu­­la­­tion, soll­­te ein gänz­­lich an­­de­­rer Hash­­code ent­­ste­­hen.

Ein Hash­­funk­­tions-Prüf­­sum­­men­­ver­­fah­­ren soll­­te al­­so zu un­­ter­­schied­­li­­chen Com­­pu­­ter­­da­­tei­­en im­­mer un­­ter­­schied­­li­­che Wer­­te lie­­fern. Die be­­rech­­ne­­te Prüf­­sum­­me ist, ab­­hän­­gig vom ver­­wen­­de­­ten Ver­­fah­­ren, im­­mer gleich­­lang. Des­­halb kann na­­tür­­lich nur ei­­ne be­­grenz­­te An­­zahl von Zah­­len dar­­ge­­stellt wer­­den.[1]

Un­ter Si­cher­heits­aspek­ten stel­len sich nun ver­schie­de­ne An­griffs­sze­na­rien dar: Von ei­ner ge­ge­be­nen Ori­gi­nal­da­tei, bei­spiels­wei­se ei­ner ge­schäft­li­chen Be­stel­lung, möch­te ein An­grei­fer ei­ne ge­fälsch­te Ver­sion mit ei­ner ma­ni­pu­lier­ten, er­höh­ten Be­stell­men­ge er­stel­len, wel­che die­sel­be Hash­wert-Prüf­sum­me auf­weist. Nach­dem er die Än­de­run­gen vor­ge­nom­men hat, ver­sucht er an­schlie­ßend durch Aus­pro­bie­ren, viel­leicht mit­tels Ein­fü­gung un­sicht­ba­rer Steu­er­zei­chen, ei­ne Da­tei­ver­sion mit iden­ti­scher Prüf­sum­me zu er­hal­ten.[2] Ge­lingt es nun dem An­grei­fer, in zeit­lich ver­tret­ba­rem Auf­wand solch ei­ne zwei­te Da­tei zu er­zeu­gen, wel­che die er­wünsch­ten Ma­ni­pu­la­tio­nen ent­hält und die Prüf­sum­me der Ori­gi­nal­da­tei auf­weist, so ist das be­tref­fen­de Hash­funk­tions-Ver­fah­ren „ge­bro­chen“. Nach Be­kannt­wer­den solch ei­ner Schwä­che soll­te es kei­ne Ver­wen­dung mehr fin­den. Durch ste­ti­ge For­schungs­ar­beit wer­den Schwä­chen schon län­ge­re Zeit im vo­raus er­kannt.

Abbildung 1: Echtheitsnachweis bei Mensch und Computerdatei

Abb.2: Prüf­sum­men­kol­li­sion


Gä­be es ei­nen un­end­lich be­rech­nungs­star­ken Com­pu­ter, so könn­te, theo­re­tisch, mög­li­cher­wei­se je­des Ver­fa­hren durch schlich­tes Aus­pro­bie­ren sämt­li­cher Mög­lich­kei­ten ge­bro­chen wer­den (Brute Force Attack). Für die Pra­xis wird solch ei­ne Vor­ge­hens­wei­se in der Mehr­zahl al­ler Fäl­le als nicht prak­ti­ka­bel er­ach­tet, da die er­for­der­li­chen Be­rech­nun­gen fast nie in ver­tret­ba­rer Zeit durch­führ­bar sind. Die mei­sten Hash­funk­tio­nen wie­sen bis­her nur ei­ne be­grenz­te Le­bens­dau­er auf und wur­den ir­gend­wann aus Si­cher­heits­grün­den von Nach­fol­ge­ver­fah­ren ab­ge­löst. Be­rech­nungs­stär­ke­re Com­pu­ter­ge­ne­ra­tio­nen tra­gen zur Ver­kür­zung der Le­bens­dau­er bei. Ne­ben den re­chen­kraft­ba­sier­ten An­grif­fen existie­ren je­doch auch an­ders orien­tier­te, und es kann nie­mals aus­ge­schlos­sen wer­den, daß mit­hil­fe ma­the­ma­ti­scher Krea­ti­vi­tät be­reits heu­te prak­ti­kab­le An­grif­fe mög­lich sind; nicht al­le wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­se wer­den ver­öf­fent­licht, im Hin­ter­grund ar­bei­tet und forscht ein rie­si­ges Heer von Ma­the­ma­ti­kern, ins­be­son­de­re für Nach­rich­ten­dien­ste.

1.3 Vor­herr­schen­de Stan­dards im Westen und in Ruß­land

Die west­li­che IT-​In­fra­struk­tur ba­siert ge­gen­wär­tig noch über­wie­gend auf dem SHA1-­Al­go­rith­mus (Se­cure Hash Al­go­rithm 1).[3] Die­ser ist be­reits an­ge­bro­chen, die er­for­der­li­che Re­chen­zeit, um ihn zu kor­rum­pie­ren, ist nach­weis­lich ge­sun­ken, wo­bei sie ge­gen­wär­tig im­mer noch als un­prak­ti­ka­bel hoch ein­ge­schätzt wird.[4] Be­reits heu­te existie­ren vor­läu­fi­ge Al­ter­na­ti­ven (z.B. SHA-512), die viel­leicht noch et­was län­ger Be­stand ha­ben wer­den.

In Ruß­land und vie­len wei­te­ren GUS-Staa­ten [5] ist GOST R 34.11-94[6] be­zie­hungs­wei­se GOST 34.311-95[7] der Hash-Stan­dard in Be­hör­den. Wie be­reits bei SHA-1, wur­den auch bei ihm struk­tu­rel­le Schwä­chen ge­fun­den.[8]

1.4 Exi­stie­ren für die Öf­fent­lich­keit ge­sperr­te Tech­no­lo­gien?

Schon seit lan­ger Zeit exi­stie­ren Über­le­gun­gen, daß be­stimm­te zu of­fi­ziel­len Stan­dards er­ho­be­ne Kryp­to­gra­phie-Al­go­rith­men in­hä­ren­te ma­the­ma­ti­sche Schwä­chen auf­wei­sen könn­ten, die nur den Ex­per­ten der Nach­rich­ten­dien­ste be­kannt sind. Ei­ne mög­li­cher­wei­se vor­han­de­ne Ein­fluß­na­hme der Ge­heim­dien­ste auf die Ge­stal­tung von Si­cher­heits­pro­duk­ten (Soft­ware- und Hard­ware-​Hin­ter­tü­ren­pro­ble­ma­tik, of­fe­ne Fra­gen zu Stan­dards usw.) ist The­ma zahl­rei­cher Ar­ti­kel zur Com­pu­ter­si­cher­heit.[9]

Meh­re­re re­nom­mier­te Fir­men ha­ben be­reits di­rekt oder in­di­rekt be­stä­tigt, bei ih­rer Pro­dukt­ent­wick­lung mit Nach­rich­ten­dien­sten zu­sam­men­zu­ar­bei­ten. Of­fi­ziell be­grün­det wur­de dies u.a. mit der Ab­sicht, die tech­ni­sche Si­cher­heit von Fir­men­pro­duk­ten op­ti­mie­ren zu wol­len. Man­che Si­cher­heits­ex­per­ten ge­hen auch da­von aus, daß die Nut­zung der fort­ge­schrit­ten­sten Com­pu­ter­tech­no­lo­gien der Öf­fent­lich­keit vor­ent­hal­ten wird, daß ak­tu­ell zu­kunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gien für die Öf­fent­lich­keit ge­sperrt blei­ben, um Nach­rich­ten­dien­sten ei­nen Be­rech­nungs­kraft­vor­sprung zu ga­ran­tie­ren.

Un­ter die­sen Aspek­ten ist die Ef­fek­ti­vi­tät der re­al­existie­ren­den Ver­schlüs­se­lungs­pra­xis frag­wür­dig; auch dann, wenn durch­gän­gig of­fe­ne, freie IT-​In­fra­struk­tur zum Ein­satz kommt. Kor­rum­pier­te Zer­ti­fi­kats­in­fra­struk­tu­ren so­wie die zu­neh­men­de Mi­niatu­ri­sie­rung, ver­steck­te Ka­me­ra- und Mi­kro­fon­tech­no­lo­gie ein­ge­schlos­sen, er­mög­li­chen wei­te­re An­griffs­sze­na­rien.

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Die Kon­se­quen­te Nut­zung öf­fent­lich er­hält­li­cher Prüf­sum­men-, Sig­nie­rungs- und Ver­schlüs­se­lungs­tech­no­lo­gie kann je­doch zu­min­dest ei­nen Teil der mög­li­chen An­grei­fer ab­weh­ren.


2 An­wen­dungs­bei­spie­le: Ge­schäfts­welt, In­ter­net, Ar­chi­vie­rung

Auf die um­fas­sen­den Vo­raus­set­zun­gen für den ge­setz­lich an­er­kann­ten per­so­nen­ge­bun­de­nen Echt­heits­nach­weis, der so ge­nann­ten qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Sig­na­tur, wird hier nicht nä­her ein­ge­gan­gen. Ab­schnitt fünf ent­hält wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tions­quel­len. Die An­wen­dung kryp­to­gra­phi­scher Prüf­sum­men auf Com­pu­ter­da­tei­en kann je­doch be­reits An­halts­punk­te zur Echt­heit und Un­ver­sehrt­heit von Da­tei­en ge­ben, wie fol­gen­de Bei­spie­le de­mon­strie­ren.

2.1 Wah­rung der Da­tei­in­te­gri­tät

Sie er­stel­len ei­ne Ge­schäfts­bi­lanz und ge­hen an­schlie­ßend in den Ur­laub. Zur Qua­li­täts­kon­trol­le no­tie­ren Sie sich vor der Ab­rei­se die Hash­wert-​Prüf­sum­me der fer­tig­ge­stell­ten Bi­lanz­da­tei. Nach dem Ur­laub bil­den Sie er­neut die kryp­to­gra­phi­sche Prüf­sum­me und ve­ri­fi­zie­ren so, ob die Da­tei un­ver­sehrt ist oder ob sie be­schä­digt oder ma­ni­pu­liert wur­de.

Un­au­to­ri­sier­te Zu­grif­fe kön­nen auf die­se Wei­se ent­deckt wer­den. Be­nach­rich­ti­gen Sie in sol­chen Fäl­len die Sy­stem­ad­mi­ni­stra­to­ren und be­steh­en Sie auf ei­ner Wie­der­her­stel­lung der ur­sprüng­li­chen Da­tei­ver­sion.

Ei­ne Ver­sions­ver­wal­tung[10] al­lei­ne reicht nicht aus. Die Kon­si­stenz­prü­fung über Prüf­sum­men funk­tio­niert schnel­ler, ef­fek­ti­ver und si­che­rer. Ein se­pa­ra­tes Prüf­sum­men­pro­gramm soll­te da­her im­mer ver­füg­bar sein.

2.2 An­halts­punkt für den Be­ar­bei­tungs­stand ei­ner Da­tei

Beim Ver­las­sen ei­ner Fir­ma möch­ten Sie sich den letz­ten Be­ar­bei­tungs­stand ei­ner Com­pu­ter­da­tei schrift­lich be­stä­ti­gen las­sen. Hier­für emp­feh­len sich zwei ver­schie­de­ne kryp­to­gra­phi­sche Prüf­sum­men­ver­fah­ren.[11] Auf die­se Wei­se bleibt das Fir­men­ge­heim­nis ge­wahrt, und Sie kön­nen sich trotz­dem bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad ab­si­chern. Soll­te es je­mals Rück­fra­gen ge­ben, ha­ben Sie ei­nen schrift­li­chen An­halts­punkt über Ih­ren letz­ten Be­ar­bei­tungs­stand.

2.3 Wapp­nung ge­gen Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät, Schutz vor Mob­bing

Im Rah­men der all­ge­mei­nen Qua­li­täts­kon­trol­le und im­mer dann, wenn Kor­rup­tion, Lü­gen, In­tri­gen, Mob­bing, Sa­bo­ta­ge und Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät wahr­schein­lich wer­den, emp­fiehlt sich zum ei­ge­nen Schutz der Ge­brauch kryp­to­gra­phi­scher Prüf­sum­men, auch bei Prä­sen­ta­tio­nen jed­we­der Art. Sig­nie­rungs­soft­ware schei­det oft­mals aus, da sie na­tur­ge­mäß mit Ver­schlüs­selungs­funk­tio­nen ge­kop­pelt ist und des­halb nicht auf je­dem Ar­beits­platz­rech­ner ge­dul­det wird. Fir­men­ge­heim­nis­se könn­ten ver­schlüs­selt nach au­ßen ge­lan­gen bzw. Schad­soft­ware un­ent­deckt nach in­nen. Ein frei­es Prüf­sum­men­pro­gramm – nicht zu ver­wech­seln mit Free­ware – kann je­doch ver­ant­wort­lich auf Rech­nern in­stal­liert wer­den.[12]

2.4 Da­tei­be­zug­nah­me in Ver­trä­gen und Ein­gangs­be­stä­ti­gun­gen

Bei schrift­li­chen Ver­trä­gen und Ein­gangs­be­stä­ti­gun­gen er­leich­tern elek­tro­ni­sche Fin­ger­ab­drücke die Be­zug­nah­me auf Com­pu­ter­da­tei­en. Da­tei­en jed­we­der Art kön­nen ein­deu­tig über ih­ren Hash­wert iden­ti­fi­ziert wer­den (Text­do­ku­men­te, Vi­deo­fil­me, Ge­sprächs­mit­schnit­te und In­ter­views, all­ge­mein Ton­da­tei­en, Pro­gram­me, CAD-Da­tei­en). Auch er­brach­te Dienst­lei­stun­gen, die ab­schlie­ßend in Form ei­nes Da­ten­trä­gers, ei­ner ab­zu­lie­fern­den CD-​ROM oder DVD vor­lie­gen, las­sen sich auf die­se Wei­se schrift­lich be­stä­ti­gen. Emp­fangs­be­stä­ti­gun­gen bil­den ein brei­tes Ein­satz­ge­biet.

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2.5 Fo­to­gra­fen, Fo­to­mo­del­le, Kün­stler: Bild­li­zen­zie­run­gen

In bild­ge­stal­ten­den Be­rufs­fel­dern durch­lau­fen Fo­tos bis zur Ver­öf­fent­li­chung vie­le Nach­be­ar­bei­tungs­pha­sen, eine Fest­le­gung auf spe­zi­fi­sche end­gül­ti­ge Da­tei­en ist im Vor­feld mei­stens un­prak­tisch. Re­fe­renz­da­tei­en kön­nen je­doch grund­sätz­li­che kün­stle­ri­sche/​bild­ge­stal­te­ri­sche Vor­gaben für die Ver­öf­fent­li­chung bzw. lang­fri­sti­ge Ver­wer­tung ver­bind­lich re­geln: Wahl des Bild­aus­schnit­tes, grund­sätz­li­che Kon­trast­ei­gen­schaf­ten, imp­li­zi­tes Ver­bot von (wei­ter­ge­hen­den) „Schön­heits­re­tu­schie­run­gen“ etc. Bild­be­schrei­bun­gen und Mi­ni­atur­ab­bil­dun­gen der Ori­gi­na­le wer­den dann samt zu­ge­hö­ri­ger Da­tei­prüf­sum­men im Ver­wer­tungs­ver­trag auf­ge­nom­men. Ver­wen­den Sie hier­bei mög­lichst nur sol­che Da­tei­for­ma­te, die ent­we­der ganz oh­ne Kom­pri­mie­rung bzw. mit ver­lust­frei­er Komp­ri­mie­rung ar­bei­ten, For­ma­te, die auch Farb­pro­fil­in­for­ma­tio­nen spei­chern kön­nen. Be­zug­nah­me auf Re­fe­renz­farb­räu­me setzt na­tür­lich ein or­dent­li­ches Farb­ma­nage­ment, ei­ne umf­as­sen­de Vor­be­rei­tung des Ge­rä­te­parks vo­raus.

Manch­mal sind ver­bind­lich fer­tig­ge­stal­te­te Bild­da­tei­en mög­lich. Ge­nü­gend Auf­lö­sungs­re­ser­ven für die Ska­lie­rung (Grö­ßen­an­pas­sung) vo­raus­ge­setzt, kön­nen Fo­tos für ei­ne In­ter­net­sei­te in al­len Pa­ra­me­tern exakt fest­ge­legt wer­den. Bei Wahl ei­nes pas­sen­den Stan­dards (JPEG, PNG, GIF) ist ei­ne ho­he Wahr­schein­lich­keit ge­ge­ben, daß die Bil­der auch noch lang­fri­stig von zu­künf­ti­gen Netz­sei­ten-Le­se­pro­gram­men (Brow­sern) an­ge­zeigt wer­den kön­nen.

2.6 Te­le­fo­nisch über­mit­tel­ter An­halts­punkt für die Echt­heit ver­sand­ter Do­ku­men­te

Dem Emp­fän­ger ei­ner Da­tei oder ei­nes per Brief­post ver­sand­ten Da­ten­trä­gers kann zur Kon­trol­le te­le­fo­nisch die Hash­funk­tions-Prüf­sum­me mit­ge­teilt wer­den. Das Fäl­schen ei­ner Stim­me ist zwar mög­lich, aber auf­wen­dig. Die per­so­nen­ge­bun­de­ne Sig­nie­rung wä­re je­doch kom­for­tab­ler und si­che­rer.

2.7 Hash­wer­te-Ver­öf­fent­li­chung als er­satz­wei­ser Echt­heits­nach­weis

Man­che Staa­ten er­lau­ben nur ein­ge­schränkt Ver­schlüs­selung und Sig­nie­rung (per­so­nen­ge­bun­de­ner elek­tro­ni­scher Echt­heits­nach­weis). Bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad könn­en kryp­to­gra­phi­sche Prüf­sum­men als er­satz­wei­ser Not­be­helf die­nen:

  1. Er­stel­len Sie zu­nächst se­pa­rat die Nach­richt bzw. das Do­ku­ment als Com­pu­ter­da­tei (Text- oder PDF-​Da­tei, Bild, Vi­deo, u.a.). Fü­gen Sie die Da­tei ei­ner E-Mail an und ver­sen­den Sie die Nach­richt.
  2. Ver­öf­fent­li­chen Sie auf ei­ner Netz­sei­te ta­ge­buch­ähn­lich die Hash­codes der ver­sand­ten Do­ku­men­te. Zahl­rei­che se­riö­se ko­sten­lo­se (wer­be­fi­nan­zier­te) Web­hoster bie­ten sich da­für an. Auch ohne (X)HTML-​Kennt­nis­se las­sen sich In­ter­net­sei­ten er­stel­len, mit dem frei­en gra­fi­schen Edi­tor Kom­po­zer (www.​kom​po​zer​-​web.​de). Al­ter­na­tiv bie­ten sich ko­sten­lo­se Blog­sy­ste­me an, die kei­ne tech­ni­schen Ge­stal­tungs­kennt­nis­se vo­raus­set­zen.[13]
  3. Der Emp­fän­ger der Da­tei kann nun ei­nen Hash­wer­te-Ab­gleich vor­neh­men, in­dem er Ih­re Netz­sei­te bzw. Ih­ren Blog auf­ruft und den zu­ge­hö­ri­gen Hash­code zur sym­bo­lisch an­ge­deu­te­ten Nach­richt liest.

Ano­ny­mi­tät im In­ter­net gibt es je­doch nicht, auch nicht mit Dien­sten wie Tor. Zu vie­le Soft­ware-, Hard­ware- und Kryp­to­gra­phie­schnitt­stel­len sind kor­rum­piert, mit Pro­gramm- bzw. Hard­ware­hin­ter­tü­ren. Ei­ne ge­wis­se Ano­ny­mi­tät kann zwar durch die Nut­zung von In­ter­net­ca­fe-Com­pu­tern er­reicht wer­den. An zahl­rei­chen öf­fent­li­chen Plät­zen be­fin­den sich je­doch Über­wa­chungs­ka­me­ras, die mit­tels Ge­sichts­er­ken­nungs­pro­gram­men und zeit­li­cher Aus­wer­tung ent­spre­chen­de Zu­ord­nun­gen vor­neh­men könn­ten. Da­rü­ber­hi­naus läßt sich der in­di­vi­du­el­le Tipp­rhyth­mus wäh­rend je­der Ein­ga­be aus­wer­ten. Ganz zu schwei­gen von der Tat­sa­che, daß sich ge­gen­wär­tig ei­ne Be­völ­ke­rungs­mehr­heit frei­wi­lig mit Peil­sen­der und Ab­hör­wan­ze (Mo­bil­te­le­fon) ver­sieht, die auch nach der Ent­nah­me der Ak­kus/Bat­te­rien mit in­ter­nen Ak­kus wei­ter­funk­tio­nie­ren kön­nen.

2.8 Do­ku­men­te mit Hash­wer­ten ver­öf­fent­li­chen

Für die Ver­öf­fent­li­chung von Do­ku­men­ten im In­ter­net oder im In­tra­net (lo­ka­les Fir­men­netz) emp­fiehlt sich die An­ga­be von Hash­wer­ten, even­tu­ell auf ei­ner Un­ter­sei­te („Down­load“-Be­reich). Die Nut­zung ei­nes ge­setz­lich an­er­kann­ten SSL-/​TLS-​Zer­ti­fi­ka­tes[14] zur ver­schlüs­sel­ten Über­tra­gung der Prüf­sum­men ver­stärkt die Si­cher­heit. Durch Ab­glei­chen der Hash­wer­te kön­nen sich Nut­zer re­la­tiv si­cher sein, daß die he­run­ter­ge­la­de­nen Do­ku­men­te frei von Schad­code (Vi­ren usw.), Ma­ni­pu­la­tio­nen und Trans­fer­schä­den sind.

Von äu­ße­ren In­stan­zen aus­ge­stel­lte Zer­ti­fi­ka­te sind je­doch mög­li­cher­wei­se mit Rest­ri­si­ken ver­bun­den.[15]

2.9 Ar­chi­vie­rung von Da­tei­en

Bei der Da­tei-Ar­chi­vie­rung auf CD-​ROMs und DVDs emp­fiehlt sich die No­tie­rung des Da­ten­trä­ger-Hash­codes. Zur Über­prü­fung glei­chen Sie in re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den den Ist­wert mit dem ur­sprüng­lich no­tier­ten Hash­wert ab. Auf die­se Wei­se kön­nen früh­zei­ti­ge Schä­den er­kannt wer­den. Das re­gel­mä­ßi­ge Um­ko­pie­ren auf neue ar­chi­vie­rungs­spe­zia­li­sier­te Da­ten­trä­ger – in re­la­tiv kur­zen Zeit­ab­stän­den – ist lei­der un­um­gäng­lich.

2.10 Wei­te­re An­wen­dungs­be­rei­che

In der In­for­ma­tik und in der Elek­tro­tech­nik exi­stie­ren zahl­rei­che wei­te­re An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten, bei­spiels­wei­se ei­ne Va­rian­te der si­cher­heits­er­höh­ten Spei­che­rung von Be­nut­zer­kon­to­da­ten: Ein Klar­text­paß­wort läßt sich auch aus­schließ­lich in Form sei­nes zu­ge­hö­ri­gen Hash­wer­tes spei­chern. Gibt der Nut­zer sein Klar­text­paß­wort er­neut ein, wird der Hash­wert er­neut ge­bil­det und mit dem ge­spei­cher­ten ab­ge­gli­chen. Im Fal­le ei­nes Da­ten­ein­bruchs oder Da­ten­dieb­stahls ge­hen so vor­erst kei­ne Klar­text­paß­wör­ter ver­lo­ren.[16][17]

2.11 Miß­brauchs­mög­lich­kei­ten

Kryp­to­gra­phi­sche Prüf­sum­men las­sen sich auch für frag­wür­di­ge Zwecke ein­set­zen. Der Me­dien­ab­spie­ler ei­nes Soft­ware­her­stel­lers soll in der Ver­gan­gen­heit un­ge­fragt Hash­codes der ab­ge­spiel­ten Da­tei­en ver­sandt ha­ben. Theo­re­tisch lie­ße sich über voll­au­to­ma­ti­schen Ab­gleich mit Da­ten­bank­ta­bel­len fest­stel­len, ob ge­nutz­te In­hal­te li­zen­ziert wur­den und wel­che po­li­ti­schen Fil­me und Ton­da­tei­en sich ein Nut­zer be­vor­zugt an­schaut.[18] Die Da­ten­men­ge ist win­zig und, wenn sie zu­sätz­lich ver­schlüs­selt wird, prak­tisch un­ent­zif­fer­bar. Das Än­dern des Da­tei­na­mens än­dert nicht die Prüf­sum­me. Auch an­de­re Merk­ma­le, wie z.B. Hard­ware- und Soft­ware­kon­fi­gu­ra­tio­nen (ein­schließ­lich nicht­li­zen­zier­ter Pro­gram­me), las­sen sich ana­ly­sie­ren und voll­au­to­ma­tisch „mel­den“.

In der Com­pu­ter­fo­ren­sik so­wie in zahl­rei­chen wei­te­ren in­for­ma­tions­tech­ni­schen Be­rei­chen ist die Bil­dung bzw. Ab­fra­ge kryp­to­gra­phi­scher Prüf­sum­men all­ge­gen­wär­tig. Ei­ne durch­aus kon­struk­ti­ve An­wen­dung, ins­be­son­de­re auch un­ter dem Aspekt der Be­weis­si­che­rung bei Com­pu­ter­de­lik­ten, wie nach Netz­werk­ein­brü­chen.

In Dik­ta­tu­ren be­steht die Ge­fahr, daß vor Ort oder aus der Fer­ne „Fest­plat­ten­durch­su­chun­gen“ vor­ge­nom­men wer­den. Durch Hin­ter­tü­ren von Soft­ware- und Hard­ware­her­stel­lern kön­nen rou­ti­ne­mä­ßig kryp­to­gra­phi­sche Prüf­sum­men al­ler vor­han­de­nen Fest­plat­ten­da­tei­en er­stellt wer­den und an­schlie­ßend voll­au­to­ma­tisch mit den Prüf­sum­men in­di­zier­ter In­hal­te, wie po­li­ti­scher Auf­klä­rungs­fil­me, ab­ge­gli­chen wer­den. Auf die­se Wei­se kann schnell und ef­fek­tiv über­prüft wer­den, ob Bür­ger da­zu ten­die­ren, ei­ne ei­ge­ne Mei­nung zu pfle­gen, und ob sie po­li­ti­sche In­hal­te kon­su­mie­ren, die im Wi­der­spruch zu of­fi­ziell ver­kün­de­ten Dog­men ste­hen. Frei­den­ker las­sen sich so leicht aus­fin­dig ma­chen.

2.12 Soft­ware­ak­ti­vie­rung und Rech­ner­iden­ti­fi­ka­tion über elek­tro­ni­sche Fin­ger­ab­drücke

Die Free Soft­ware Foun­dation (FSF)[19] führt in ei­nem Ar­ti­kel zur Pri­vat­sphä­re[20] Com­pu­ter­merk­ma­le auf, über die sich ein Rech­ner ein­deu­tig iden­ti­fi­zie­ren und wie­de­rer­ken­nen läßt. Ver­mut­lich wer­den sol­che Kenn­da­ten in ei­nem Hash zu­sam­men­ge­faßt und in ei­ner Da­ten­bank ar­chi­viert. Bei man­chen pro­prietä­ren Pro­duk­ten ist die Soft­ware­ak­ti­vie­rung an die er­mit­tel­te Hard­ware­kon­fi­gu­ra­tion ge­kop­pelt. Der Ver­such, die ge­kauf­te Soft­ware gleich­zei­tig auf ei­nem zwei­ten Rech­ner zu in­stal­lie­ren schei­tert dann oft­mals.

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3 Pra­xis

Aus der gro­ßen Men­ge frei­er Prüf­sum­men­pro­gram­me hebt sich Jack­sum her­vor. Ver­öf­fent­licht un­ter ei­ner OSI-​zer­ti­fi­zier­ten[21] Freie-​Soft­ware-​Li­zenz, der GPL, ge­li­stet im FSF-​Ver­zeich­nis[22] und ba­sie­rend auf Ja­va,[23] läuft es auf vie­len Be­triebs­sy­stem­platt­for­men. Es eig­net sich da­mit auch für he­te­ro­ge­ne IT-​In­fra­struk­tu­ren von Fir­men­netz­wer­ken. Zahl­rei­che in­ter­na­tio­nal gän­gi­ge Prüf­sum­men­ver­fah­ren wer­den be­rück­sich­tigt, die Da­tei­ma­na­ger­in­te­gra­tion ge­währ­lei­stet ei­ne kom­for­tab­le Be­die­nung. Da­tei­ma­na­ger­ver­sio­nen sind er­hält­lich für GNOME, KDE, ROX und XFCE (Unix/​BSD, GNU/​Li­nux) so­wie für den Ex­plo­rer von MS-​Win­dows,[24] und den „Fin­der“ von Macin­tosh. Vom Pro­gramm­au­tor, Jo­hann Löff­lmann, wird ei­ne Netz­sei­te mit aus­führ­li­chen In­for­ma­tio­nen zu Jack­sum ge­pflegt. Vor­schlä­ge zur Pro­gramm­er­wei­te­rung („fea­ture re­quest“) kön­nen ein­ge­reicht wer­den, der Aus­tausch un­ter den Nut­zern wird eben­falls ge­för­dert.[25]

3.1 Jack­sum be­sor­gen und in­stal­lie­ren

Jack­sum kann über den Da­tei­ma­na­ger oder als Kom­man­dozei­len­pro­gramm auf­ge­ru­fen wer­den. Die Da­tei­ma­na­ger­ver­sion setzt kei­ne in­stal­lier­te Kom­man­do­zei­len­ver­sion vo­raus, sie ar­bei­tet un­ab­hän­gig.

Im fol­gen­den wird die An­wen­dung un­ter GNOME, KDE und MS-​Win­dows Ex­plo­rer be­schrie­ben. Auf die Be­nut­zung un­ter ROX, XFCE und „Fin­der“ wird km of­fi­ziel­len Fra­gen- und An­twor­ten­be­reich ein­ge­gan­gen.[26]

3.1.1 In­stal­la­tion von Ja­va und Jack­sum

In Unix- und unix­ar­ti­gen Be­triebs­sy­stem-​Di­stri­bu­tio­nen ist Ja­va mei­stens schon ent­hal­ten.

Als MS-​Win­dows-​Be­nut­zer ru­fen Sie ei­ne Suchm­a­schi­nen­sei­te auf, zum Bei­spiel Google, und tip­pen „JRE“ ein, das ist die Kurz­be­zeich­nung für „Ja­va Run­time En­viron­ment“. Die­ser Schritt ent­fällt, wenn be­reits ei­ne Ja­va­um­ge­bung vor­han­den ist. Sie kom­men auf fol­gen­de Sei­te, bei der man ko­sten­los die Ja­va-​Um­ge­bung he­run­ter­la­den kann (Ja­va für Sun So­la­ris und GNU/​Li­nux ein­ge­schlos­sen): w​w​w​.​j​a​v​a​.​c​o​m​/​d​e​/​d​o​w​n​l​o​a​d. In­stal­lie­ren Sie nun Ja­va.

In­stal­la­tion und An­wen­dung von Jack­sum wer­den aus­führ­lich un­ter so­wie in den read­me.​txt-​Da­tei­en be­schrie­ben. Das je­wei­li­ge Da­tei­ma­na­ger­me­nü kann va­ri­ie­ren, je nach aus­ge­wähl­ten In­stal­la­tions­op­tio­nen. De­bian- bzw. Ubun­tu-​Nut­zer kön­nen die Kom­man­do­zei­len­ver­sion über die Pa­ket­ver­wal­tung he­run­ter­la­den (Sy­stem Sy­stem­ver­wal­tung Sy­nap­tic-​Pa­ket­ver­wal­tung).[27]


Abbildung 3: Jacksum unter MS-Windows 7

Abb.1: Jack­sum un­ter MS-​Win­dows 7



3.1.2 An­wen­dung un­ter KDE Kon­que­ror und KDE Dol­phin

Öff­nen Sie den Da­tei­ma­na­ger. Klicken Sie zum Wäh­len der Da­tei auf die rech­te Maus­ta­ste „Ak­tion“ „Jack­sum“ [ge­wünsch­te Funk­tion wäh­len].

3.1.3 GNOME Nau­ti­lus

Öff­nen Sie den Da­tei­ma­na­ger. Klicken Sie zum Wäh­len der Da­tei auf die rech­te Maus­ta­ste „Skrip­te“ „Jack­sum“ [ge­wünsch­te Funk­tion wäh­len].

3.1.4 An­wen­dung un­ter Ex­plo­rer: MS-​Win­dows 7 und -XP

Be­sor­gen Sie Jack­sum auf w​w​w​.​j​o​n​e​l​o​.​d​e​/​j​a​v​a​/​j​a​c​k​s​u​m​/​i​n​d​e​x​_​d​e​.​h​t​m​l​. Im Down­load-​Be­reich la­den Sie die Win­dows-​Ex­plo­rer-​In­te­gra­tion he­run­ter (bei Be­darf zu­sätz­lich die Kom­man­do­zei­len­ver­sion). Ent­packen und in­stal­lie­ren Sie das Pro­gramm.

Der zu­ge­hö­ri­ge Hash­wert ei­ner Da­tei wird un­ter MS-​Win­dows 7 und -XP ge­bil­det, in­dem man mit der rech­ten Mausta­ste auf die aus­ge­wähl­te Da­tei klickt, „Sen­den an“ wählt, dann auf „Jacksum“ geht und zum Schluß den ge­wünsch­ten Prüf­sum­men­al­go­rith­mus aus­wählt. Prü­fsum­me so­wie Da­tei­na­me samt Ver­zeich­nis­pfad er­schei­nen in ei­nem se­pa­ra­ten Fen­ster und kön­nen ko­piert wer­den. Mit „3) Al­le Al­go­rith­men“ wer­den die Wer­te al­ler Ver­fah­ren auf ein­mal an­ge­zeigt.


Abbildung 3: Jacksum unter MS-Windows XP

Abb.1: Jacksum un­ter MS-​Win­dows XP



3.2 Wei­te­re An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten

Die An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten von Jack­sum sind zahl­reich. Über die Kom­man­do­zei­len­ver­sion ent­fal­tet sich das gan­ze Po­ten­tial die­ser vor­züg­li­chen Soft­ware, ein­schließ­lich der In­ter­ak­tion mit an­de­ren Pro­gram­men. Die Be­reit­stel­lung ei­ner of­fe­nen Pro­gram­mier­schnitt­stel­le (API) för­dert die brei­te Ak­zep­tanz.

Prüf­sum­men wer­den auch in der Elek­tro­tech­nik schon seit vie­len Jahr­zehn­ten ein­ge­setzt, un­ter an­de­rem zur Ge­währ­lei­stung ei­ner feh­ler­frei­en Da­ten­über­tra­gung.


4 Kon­so­len­ba­sier­te Prüf­sum­men­bil­dung
4.1 Bord­ei­ge­ne SHA-​Al­go­rith­men un­ter Unix/​BSD- und GNU/​Linux-​Systemen

SHA-​Al­go­rith­men sind stan­dard­mä­ßig auf Unix- und unix­ar­ti­gen Sy­ste­men vor­in­stal­liert. Öf­fnen Sie ei­ne Be­fehls­zei­len­um­ge­bung (Shell), schrei­ben Sie „sha“ und drücken Sie dann die Ta­bu­la­tor­taste für die Au­to­ver­voll­stän­di­gung, um sich al­le vor­han­de­nen SHA-​Ver­fah­ren an­zei­gen zu las­sen:

> sha
> sha1sum sha224sum sha256sum sha384sum sha512sum shasum
> sha

Ge­hen Sie in das ent­spre­chen­de Ver­zeich­nis, wäh­len Sie ein Ver­fah­ren, fü­gen Sie den Na­men der ge­wünsch­ten Da­tei an und drücken Sie die Ein­ga­be­taste. Im fol­gen­den Bei­spiel wird die SHA1-​Prüf­sum­me der Da­tei test.​html ge­bil­det:

> sha1sum test.​html
4a204c74e481facb40fe674c4e23917d6dedf064 test.​html
>

Der SHA1-​Prüf­sum­men­wert und der Na­me der zu­ge­hö­ri­gen Da­tei wer­den an­ge­zeigt.

Imp­le­men­tie­rung und Be­fehls­be­zeich­nun­gen kön­nen va­ri­ie­ren. Prak­tisch al­le Unix- bzw. unix­ar­ti­gen Sy­ste­me und Di­stri­bu­tio­nen ver­fü­gen über ent­spre­chen­de Vor­instal­la­tio­nen. Mit den GNU Core Uti­li­ties[28] kön­nen auch MS-​Win­dows-​Be­nut­zer zahl­rei­che Unix-​Be­fehls­ope­ra­tio­nen aus­füh­ren.

Da­ne­ben gibt es dutz­end­fach freie Pro­gram­me zur Bil­dung kryp­to­gra­phi­scher Prüf­sum­men, u.a. bei w​w​w​.​s​o​u​r​c​e​f​o​r​g​e​.​n​e​t.[29]


5 In­for­ma­tions­quel­len zur an­ge­wand­ten Kryp­to­gra­phie und Com­pu­ter­si­cher­heit

Ei­ne Aus­wahl an wei­ter­füh­ren­den An­schrif­ten und Ein­füh­run­gen zur an­ge­wand­ten Kryp­to­gra­phie ver­weist auf Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten.

Flash-​Vi­deo­fil­me von Google Vi­deo, You­tube und zahl­rei­chen an­de­ren Vi­deo­por­ta­len las­sen sich mit ei­ner der ko­sten­los er­hält­li­chen Vi­deo­er­wei­te­run­gen (Add-Ons) für Mo­zil­la-​Fire­fox ab­spei­chern, mit dem of­fi­ziell emp­foh­le­nen „Vi­deo Down­load​Hel­per“.[30] Der freie VLC-​Media­player[31] eig­net sich vor­züg­lich für die Wie­der­ga­be zahl­rei­cher Me­dien­for­ma­te, Flash-​Vi­de­os ein­ge­schlos­sen.

5.1 Die qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Sig­na­tur in der BRD
5.1.1 Leit­fa­den Elek­tro­ni­sche Sig­na­tur

Der „Leit­fa­den Elek­tro­ni­sche Sig­na­tur“ von Rolf Schmoldt bie­tet ei­ne um­fas­sen­de Ein­füh­rung in die ge­setz­lich an­er­kan­nte elek­tro­ni­sche Sig­na­tur in Deutsch­land: w​w​w​.​s​i​g​n​a​t​u​r​e​-​p​e​r​f​e​c​t​.​d​e​/​d​o​c​s​/​L​e​i​t​f​a​d​e​n​_​E​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​_​S​i​g​n​a​t​u​r​.​p​d​f.

5.1.2 Sig­na­tur­ge­setz­re­le­van­te Be­griffs­be­stim­mun­gen in der BRD

Die Netz­sei­te des „Bun­des­mi­ni­ste­riums der Ju­stiz“ zum „Ge­setz über Rah­men­be­din­gun­gen für elek­tro­ni­sche Sig­na­tu­ren“ (Ti­tel: „SigG – nicht­amt­li­ches In­halts­ver­zeich­nis“) ent­hält Be­griffs­be­stim­mun­gen (ab­ge­ru­fen im Au­gust 2011): h​t​t​p​:​/​/​b​u​n​d​e​s​r​e​c​h​t​.​j​u​r​i​s​.​d​e​/​s​i​g​g​_​2​0​0​1​/​i​n​d​e​x​.​h​t​m​l​#​B​J​N​R​0​8​7​6​1​0​0​0​1​B​J​N​E​0​0​0​2​0​1​3​0​8

5.1.3 Of­fi­ziel­le Netz­sei­ten der BRD zur Elek­tro­ni­schen Sig­na­tur

Ei­ne Aus­wahl of­fi­ziel­ler In­for­ma­tions­sei­ten der BRD-​Bun­des­netz­agen­tur zur quali­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Sig­na­tur:

5.2 Ge­setz­lich an­er­kann­te, re­vi­sions­si­che­re E-​Mail-​Ar­chi­vie­rung

In man­chen Wirt­schafts­zwei­gen wer­den E-Mails, die zu Ge­schäfts­ab­schlüs­sen/​-Auf­trä­gen füh­ren, recht­lich als Han­dels­brie­fe be­trach­tet. Für ih­re Ar­chi­vie­rung rei­chen ein ein­fa­ches Ab­spei­chern oder Aus­drucken nicht mehr aus, statt­des­sen muß re­vi­sions­si­cher ar­chi­viert wer­den, auf ei­ne tech­ni­sche Wei­se, die ein nach­träg­li­ches, nicht fests­tell­ba­res un­be­merk­tes Ma­ni­pu­lie­ren der E-​Mail-​Da­ten aus­schließt. Dies er­folgt mei­stens mit Hil­fe von kryp­to­gra­phi­schen Prüf­sum­men. Die Soft­ware­emp­feh­lun­gen auf Com​pu​ter​Bild​nis.com ent­hal­ten Be­griff­ser­läu­te­run­gen und Ver­wei­se auf Ein­füh­rungs­ar­ti­kel spe­zia­li­sier­ter Rechts­an­wäl­te.[32]

5.3 Zwei zen­tra­le Netz­sei­ten zur an­ge­wand­ten Kryp­to­gra­phie
5.4 Eng­lisch­spra­chi­ge Vi­deo­ein­füh­run­gen bei You­tube

Das Vi­deo­por­tal You­tube (w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m) führt hoch­wer­ti­ge Ein­füh­run­gen zum The­ma an­ge­wand­te Kryp­to­gra­phie. Ei­ne klei­ne Samm­lung von Vi­deo­film­ver­wei­sen ent­hält die Play­list „En­cryp­tion Ba­sics“.[33]

Zu Kryptographieprogrammen sind zahlreiche grafische Schnittstellen erhältlich. Moderne OpenPGP- und X.509-​fähige E-​Mail-​Programme, wie Mozilla Thunderbird mit Enigmail, übernehmen die Signierung sowie Ver- und Entschlüsselung vollauto matisch im Hintergrund. Der Benutzer muß lediglich eine Paßphrase eingeben, die optional zwischengespeichert wird.

5.5 Hi­sto­ri­scher Rück­blick bei Google Vi­deo

„Ce­le­bra­ting 30 Years of Pub­lic Key Cryp­to­gra­phy“, ein zwei­stün­di­ger Rück­blick auf die Ge­schich­te der Asy­me­tri­schen Ver­schlüs­se­lung, do­ku­men­tiert Bei­trä­ge zahl­rei­cher Kryp­to­gra­phie­grö­ßen.[34]

5.6 Er­höh­te Si­cher­heit mit frei­en Be­triebs­sy­ste­men
5.6.1 Quell­code, Pro­gramm­text

Be­triebs­sy­ste­me und an­de­re Com­pu­ter­pro­gram­me wer­den in für Men­schen an­ge­nehm les­ba­ren Pro­gram­mier­spra­chen ge­schrie­ben, in C, C++. Die­ser ur­sprüng­li­che Pro­gramm­text, der so ge­nann­te Quell­code, wird an­schlie­ßend in den Bi­när­code/​Ma­schi­nen­code über­setzt, wo­durch ein für den Com­pu­ter les­ba­res, aus­führ­ba­res Pro­gramm ent­steht.

5.6.2 Ma­schi­nen­code, Bi­när­code

Ab ei­ner ge­wis­sen Grö­ße las­sen sich aus­schließ­lich im Bi­när­code vor­lie­gen­de Pro­gram­me nur in­ef­fek­tiv le­sen und be­ar­bei­ten. Ih­re Hand­ha­bung ist nicht mehr prak­ti­ka­bel und ei­ne Rück­über­set­zung bzw. Dis­as­sem­blie­rung nur ein­ge­schränkt oder, wenn Tei­le des Pro­gramm­codes noch da­zu ver­schlüs­selt wur­den, über­haupt nicht mehr mög­lich. Ei­ne ähn­li­che Si­tua­tion liegt vor, wenn ein Her­stel­ler sein Ge­rät so her­me­tisch ver­schließt, daß der An­wen­der kei­ne Re­pa­ra­tu­ren mehr vor­neh­men und kei­nen Ein­blick in die Funk­tions­wei­se be­kom­men kann.

5.6.3 Freie Soft­ware

Freie Soft­ware ist ko­sten­los er­hält­lich, so­wohl als über­setz­te, aus­führ­ba­re Bi­när­code­ver­sion wie auch als Quell­code. Der Ori­gi­nal­pro­gramm­text darf an­ge­paßt und mo­di­fi­ziert wer­den, und die­se Ver­än­de­run­gen dür­fen wie­de­rum ko­sten­los wei­ter­ver­brei­tet wer­den. Ver­schie­de­ne Li­zenz­mo­del­le fin­den An­wen­dung.[35]

Un­freie, so ge­nann­te pro­prie­tä­re Soft­ware, ist aus­schließ­lich als Bi­när­code­ver­sion be­zieh­bar.

5.6.4 Quell­code­kon­trol­le und Hin­ter­tü­ren­frei­heit

Heim­lich ein­ge­bau­te Soft­ware­hin­ter­tü­ren könn­ten Da­ten- und Wirt­schafts­spi­o­na­ge er­mög­li­chen, im Ex­trem­fall so­gar ge­ziel­te Sa­bo­ta­ge, ins­be­son­de­re auch dann, wenn sie von Drit­ten ent­deckt wer­den.

Auf­grund feh­len­der Quell­code­ver­füg­bar­keit kann un­freie Soft­ware kei­ner öf­fent­li­chen Si­cher­heits­ana­ly­se un­ter­zo­gen wer­den. Ih­re Be­triebs­be­reit­schaft hängt zu­neh­mend von Ak­ti­vie­rungs­ser­vern des Her­stel­lers ab. Ver­sa­gen die­se ih­ren Dienst, funk­tio­niert auch völ­lig le­gal er­wor­be­ne Soft­ware nur noch ein­ge­schränkt oder wird so­gar komp­lett still­ge­legt. Die­ses Sze­na­rio trat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­reits mehr­fach ein, zahl­reich do­ku­men­tiert durch Nach­rich­ten­ar­chi­ve: Gan­ze Be­triebs­sy­ste­me fie­len aus, Vi­ren­scan­ner ver­wei­ger­ten Sig­na­tur­ak­tu­a­li­sie­run­gen.

Quell­code­of­fen­heit ga­ran­tiert kei­ne au­to­ma­tisch er­fol­gen­de Über­prü­fung der Pro­gramm­code­struk­tur durch Drit­te, die Feh­ler­auf­deckungs­swahr­schein­lich­keit ist je­doch un­ver­gleich­bar hö­her.

Kor­rum­pier­te Elek­tro­nik, be­kann­te oder un­be­kann­te „fort­schritt­li­che“ Hard­ware­ar­chi­tek­tu­ren mit ab Werk ein­ge­bau­ten „Fern­war­tungs­funk­tio­nen“ stel­len die an­de­re Sei­te des Pro­blems dar. Je nach Ein­satz­zweck sind Rech­ner­in­sel­lö­sun­gen, die nie­mals ans Netz ge­hen, bes­ser da­zu ge­eig­net, das Ri­si­ko von Wirt­schafts­spi­o­na­ge zu mi­ni­mie­ren. Ei­ne gan­ze Rei­he von physi­ka­li­schen Aspek­ten muß zu­dem noch be­ach­tet wer­den, ins­be­son­de­re die seit lan­gem be­kann­ten Pro­ble­me der Ab­strah­lung und Ab­schir­mung.[36]

Die zu­neh­men­de Mi­ni­atu­ri­sie­rung von Flug­ge­rä­ten er­öff­net ei­nen neu­en Aspekt der Spio­na­ge­ab­wehr, des ak­ti­ven Da­ten­schut­zes. Il­lu­strie­ren­de Ar­ti­kel und Vi­deo­fil­me: „Mi­ni-Qua­dro­kop­ter im For­ma­tions­flug – Wis­sen­schaft & Tech­nik“ (Politaia.org). Das ein­ge­bet­te­te Vi­deo se­pa­rat: „A Swarm of Na­no Qua­dro­tors“. „Agg­res­sive Qua­dro­tors Part III“ und wei­te­re Fil­me kön­nen auf dem You­tube-Ka­nal von TheDmel ge­se­hen wer­den. So­gar In­sek­ten sol­len für Über­wa­chungs­zwecke zum Ein­satz kom­men (http://euro-med.dk/?p=25593).

5.6.5 Komp­le­xi­tät und Si­cher­heit ver­sus Be­die­nungs­kom­fort

In ih­rer rei­nen, ur­sprüng­li­chen Form wer­den Pro­gram­me über Text­be­feh­le ge­steu­ert. Desk­top­orien­tier­te Be­triebs­sy­ste­me und Pro­gram­me ver­wen­den gra­fi­sche Be­nut­zer­schnitt­stel­len mit ei­ner na­tür­lich­sprach­li­chen Me­nü­steue­rung. Dadurch ent­fällt ein Er­ler­nen der ei­gent­li­chen Be­feh­le.

Durch gra­fi­sche Be­nut­zer­schnitt­stel­len und Voll­au­to­ma­tik­funk­tio­nen er­höht sich der Um­fang des Pro­gramm­codes, wo­durch auch die Ge­samt­komp­le­xi­tät so­wie die An­zahl even­tu­el­ler Pro­gram­mier­feh­ler grö­ßer wird. We­ni­ger Pro­gramm­code ist über­sicht­li­cher und leich­ter zu ana­ly­sie­ren.

Kom­ple­xi­täts­re­du­zie­rung und kon­se­quen­te An­wen­dung von Kryp­to­gra­phie bil­den die Leit­li­nie der OpenBSD-​Ent­wick­ler (w​w​w​.​o​p​e​n​b​s​d​.​o​r​g). Seit vie­len Jah­ren welt­weit er­folg­reich im Ein­satz, be­trach­ten vie­le die­ses freie Unix/​BSD-w​Sy­stem als das si­cher­ste Be­triebs­sy­stem der Welt.[37] OpenBSD schließt un­freie, nicht­do­ku­men­tier­te Hard­ware­trei­ber grund­sätz­lich aus.

Je komp­le­xi­täts­re­du­zier­ter ein Be­triebs­sy­stem ist, je we­ni­ger Voll­au­to­ma­tik­funk­tio­nen vor­han­den sind, de­sto mehr Ein­ar­bei­tungs­zeit wird er­for­der­lich. Nor­mal­an­wen­der, die nicht haupt­be­ruf­lich oder hob­by­mä­ßig mit (soft­ware)​tech­ni­schen Com­pu­ter­aspek­ten ver­traut sind, ha­ben die­se Ein­ar­bei­tungs­zeit nicht. Bei der Wahl ei­nes freien Be­triebs­sy­stems muß da­her ein Kom­pro­miß zwi­schen Be­die­nungs­kom­fort und Si­cher­heit ge­fun­den wer­den.

5.6.6 Freie Be­triebs­sy­stem­al­ter­na­ti­ven, „Binary Blobs“

In vie­len Bran­chen ist man zwin­gend auf ei­ne pro­prietä­re ver­schlos­se­ne Soft­ware an­ge­wie­sen, da es (noch) kei­ne gleich­wer­ti­ge freie Al­ter­na­ti­ve gibt. Auch ist der Wunsch, mit Soft­ware sei­nen Le­bens­un­ter­halt zu ver­die­nen und die­se da­her zu schüt­zen, ver­ständ­lich. Com­pu­ter­si­cher­heit hat je­doch ge­nau­so ih­re Be­rech­ti­gung. Un­zäh­li­ge kom­mer­ziel­le Soft­ware­her­stel­ler nut­zen zu­dem völ­lig le­gal[38] quell­of­fe­nen freien Pro­gramm­code, ver­schlos­sen in ih­ren Soft­ware­ar­chi­tek­tu­ren. Man­che Freie-​Soft­ware-​Li­zen­zen er­lau­ben solch eine Nut­zung.[39]

Für vie­le Be­rei­che exi­stie­ren voll­wer­ti­ge oder für die Mehr­heit der An­wen­der voll­kom­men aus­rei­chen­de freie Al­ter­na­ti­ven. Ein Soft­ware­ver­zeich­nis be­rich­tet von ins­ge­samt ca. 250.000 freien Pro­jek­ten.[40] Be­son­ders vor­teil­haft: Für zahl­rei­che An­wen­dungs­zwecke gibt es nicht nur ei­ne, son­dern meh­re­re freie Al­ter­na­ti­ven. So­gar Be­triebs­sy­ste­me spe­ziell op­ti­miert für al­te und sehr al­te Com­pu­ter­ge­ne­ra­tio­nen wer­den ent­wickelt und ge­pflegt.[41]

Die mei­sten so­ge­nann­ten frei­en Be­triebs­sy­ste­me ent­hal­ten zahl­rei­che op­tio­nal in­stal­lier­ba­re Bi­när­code-​Trei­ber, Gra­fik­kar­ten-​Trei­ber, zu de­nen der Her­stel­ler kei­nen Quell­code und kei­ne Do­ku­men­ta­tion ver­öf­fent­licht hat. Da­durch ent­ste­hen Si­cher­heits­ri­si­ken so­wie War­tungs­pro­ble­me. Zwar dür­fen die­se Bi­när­trei­ber ko­sten­los und als „freie Soft­ware“ ver­viel­fäl­tigt und ver­trie­ben wer­den, auf­grund der Un­do­ku­men­tiert­heit han­delt es sich je­doch um Binary Blobs.[42]
Die Auf­nah­me sol­cher Trei­ber ge­schieht nicht bös­wil­lig, Be­triebs­sy­stem-​Di­stri­bu­to­ren be­ab­sich­ti­gen le­dig­lich ei­ne brei­te Hard­ware­un­ter­stüt­zung. Trot­zdem kön­nen die Si­cher­heits­ri­si­ken nicht aus­ge­blen­det wer­den.

5.6.7 Dual­boot-​Op­tion

Gänz­lich un­freie und freie Be­triebs­sy­ste­me kön­nen pa­ral­lel auf ei­ner Fest­plat­te be­trie­ben wer­den. Ei­ni­ge freie Be­triebs­sy­ste­me, z.B. Ubun­tu, bie­ten wäh­rend der In­stal­la­tion ei­ne voll­au­to­ma­ti­sche Um­par­ti­tio­nie­rung an, rich­ten sich selb­stän­dig ne­ben ei­nem be­reits vor­han­de­nen Sy­stem ein und in­stal­lie­ren ein Aus­wahl­me­nü (Boot­ma­na­ger).

Ob pro­prietä­re Be­triebs­sy­ste­me in solch ei­ner Dual­boot­in­stal­la­tion bei Be­darf fern­ge­steu­ert auf für sie ei­gent­lich nicht vor­ge­se­he­ne Fest­plat­ten­be­rei­che (Par­ti­tio­nen) zu grei­fen, ist ei­ne an­de­re Fra­ge.

5.6.8 Be­triebs­sy­stem­emp­feh­lun­gen

OpenBSD läßt sich als Desk­top­sy­stem nut­zen, für den Nor­mal­an­wen­der ist je­doch ei­ne zu ho­he Ein­ar­bei­tungs­zeit er­for­der­lich. Aus der Viel­zahl freier Be­triebs­sy­ste­me bzw. Di­stri­bu­tio­nen – ei­ni­ge hun­dert – wer­den drei kurz­por­trai­tiert. Die Desk­top­kom­fort­an­sprü­che des „Stan­dard­an­wen­ders“ be­rück­sich­ti­gend, emp­feh­len sich bei­spiels­wei­se fol­gen­de Sy­ste­me, die al­le auch ko­sten­los aus dem In­ter­net als ISO-​Ab­bild he­run­ter­ge­la­den und oh­ne In­stal­la­tion aus­pro­biert wer­den kön­nen.

Die­se Di­stri­bu­tio­nen bil­den ei­nen klei­nen Aus­schnitt aus der Welt freier Be­triebs­sy­ste­me, de­ren gro­ße An­zahl haupt­säch­lich durch Spe­zia­li­sie­run­gen auf An­wen­dungs­zwecke und Be­rufs­bran­chen zu­stan­de­kommt.

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5.6.9 Erst­klas­si­ges freies Be­triebs­sy­stem: Ubun­tu 10.04 LTS

Ba­sie­rend auf De­bian GNU/​Li­nux, erst­mals er­schie­nen im Jahr 2004, bie­tet Ubun­tu Li­nux (w​w​w​.​u​b​u​n​t​u​.​c​o​m) aus­ge­reif­ten, um­fas­sen­den Desk­top­kom­fort: voll­au­to­ma­ti­sche In­stal­la­tion, Vor­kon­fi­gu­rie­rung so­wie Hard­ware- bzw. Ge­rä­te­er­ken­nung. Größt­mög­li­cher Be­die­nungs­kom­fort bil­det seit An­be­ginn den Schwer­punkt die­ser be­lieb­ten, welt­weit ver­mut­lich am wei­te­sten ver­brei­te­ten GNU/​Li­nux-​Di­stri­bu­tion.

Ver­sion 10.04 LTS stellt ei­nen Mei­len­stein dar. Ubun­tu läßt sich nun un­ter fast al­len Aspek­ten so ein­fach be­nut­zen wie zwei be­kann­te pro­prietä­re Be­triebs­sy­ste­me; in mehr­fa­cher Hin­sicht bie­tet es weit mehr Mög­lich­kei­ten und Kom­fort.[43] Vie­le Tau­sen­de von Pro­gram­men für die un­ter­schied­lich­sten An­wen­dungs­be­rei­che las­sen sich ko­sten­los he­run­ter­la­den und zen­tral ver­wal­ten. GNOME (w​w​w​.​g​n​o​m​e​.​o​r​g), stan­dard­mä­ßig vor­in­stal­liert, so­wie KDE (w​w​w​.​k​d​e​.​o​r​g) ge­hö­ren zu den po­pu­lär­sten Desk­top­ober­flä­chen; bei­der Er­schei­nungs­bild läßt sich um­fas­send den per­sön­li­chen Vor­lie­ben an­pas­sen, bei­de Desk­top­sy­ste­me kön­nen pa­ral­lel in­stal­liert und ge­nutzt wer­den. Die KDE-​Va­ri­an­te Ku­bun­tu dürf­te ins­be­son­de­re MS-​Win­dows-​Nut­zer an­spre­chen.[44]
Ubun­tu ist frei, pro­prietä­re Trei­ber kön­nen op­tio­nal in­stal­liert wer­den.

5.6.10 PC-BSD und gNewSense

PC-BSD (w​w​w​.​p​c​b​s​d​.​o​r​g) ist FreeBSD (w​w​w​.​f​r​e​e​b​s​d​.​o​r​g),[45] ein ech­tes Unix in ei­ner Desk­top-​op­ti­mier­ten Ver­sion. Ne­ben den vie­len Tau­sen­den frei er­hält­li­chen Pro­gram­men für FreeBSD (Ports-​Sy­stem) zeich­net sich PC-​BSD durch das PBI-​Pa­ket-​Sy­stem aus, das even­tu­el­le Pa­ket-/​Soft­ware­bi­blio­theks­ab­hän­gig­kei­ten ver­mei­det. Über den Li­nux­emu­la­tions­mo­dus lau­fen auch GNU/​Li­nux-​Pro­gram­me. Als Stan­dard­be­nut­zer­ober­flä­che kommt KDE zum Ein­satz,[46] wahl­wei­se auch GNOME. Das Code-​Au­dit (Pro­gram­mcode-​Ana­ly­se, Qua­li­täts­si­che­rung) der freien BSD-​Sy­ste­me und die da­raus re­sul­tie­ren­de Sta­bi­li­tät und Si­cher­heit sind le­gen­där; vie­le kom­mer­ziel­le Soft­ware­her­stel­ler be­nut­zen fir­men­in­tern FreeBSD. PC-​BSD bie­tet ei­ne hoch­kom­for­tab­le In­stal­la­tion,[47], Be­die­nung und Ver­wal­tung.[48] Die Hard­ware­un­ter­stüt­zung ist noch nicht ver­gleich­bar um­fas­send wie bei Ubun­tu Li­nux, es ist je­doch le­dig­lich ei­ne Fra­ge der Zeit, bis auch PC-​BSD un­ein­ge­schränkt für Nor­mal­an­wen­der ge­eig­net ist. Desk­top­BSD (w​w​w​.​d​e​s​k​t​o​p​b​s​d​.​n​e​t) rich­tet sei­nen Schwer­punkt eben­falls auf klas­si­schen Desk­top­kom­fort.

gNewSense (w​w​w​.​g​n​e​w​s​e​n​s​e​.​o​r​g) hat sich Frei­heit von jeg­li­chem schwar­zen Pro­gramm­code, von Binary Blobs, zum Ziel ge­setzt. Fire­fox, Thun­der­bird und an­de­re Mo­zil­la-​Pro­duk­te sind in ei­ner ei­gens an­ge­paß­ten und um­be­nann­ten Ver­sion er­hält­lich. gNewSense ist das ein­zi­ge wirk­lich gänz­lich freie Be­triebs­sy­stem, das auch von Nor­mal­an­wen­dern in­stal­liert und be­dient wer­den kann. Es ge­hört zu den we­ni­gen 100 % BinaryBlob-​frei­en Di­stri­bu­tio­nen,[49] die of­fi­ziell von der Free Soft­ware Foun­da­tion (w​w​w​.​f​s​f​.​o​r​g) emp­foh­len wer­den. Die FSF ver­tritt pro­prietä­ren An­wen­dun­gen[50] und Be­triebs­sy­ste­men[51] ge­gen­über ei­nen äu­ßerst skep­ti­schen Stand­punkt.

5.7 Wei­te­re Sei­ten zum The­ma Com­pu­ter­si­cher­heit

________________________

[1] Es gibt prak­tisch un­end­lich vie­le Com­pu­ter­da­tei­en, so daß mit ei­ner Zahl fe­ster Län­ge un­mög­lich je­der die­ser Da­tei­en ein un­ter­schied­li­cher Wert zu­ge­wie­sen wer­den kann.

[2] Bei ei­nem sol­chen An­griff kom­men na­tür­lich un­ter­stüt­zen­de Com­pu­ter­pro­gram­me zum Ein­satz.

[3] Spe­zi­fi­ka­tion: h​t​t​p​:​/​/​c​s​r​c.​nist.​g​o​v​/​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​s​/​f​i​p​s​/​f​i​p​s​1​8​0​-​2​/​f​i​p​s​1​8​0​-​2​w​i​t​h​c​h​a​n​g​e​n​o​t​i​c​e​.​p​d​f und h​t​t​p​:​/​/​t​o​o​l​s​.​i​e​t​f​.​o​r​g​/​h​t​m​l​/​r​f​c​3​1​7​4

[4] „Hash mich – Kon­se­quen­zen der er­folg­rei­chen An­grif­fe auf SHA-1“, Rei­nhard Wobst, Jür­gen Schmidt, Hei­se Se­cu­ri­ty, Stand: 18.02.2005, URL: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​a​r​t​i​k​e​l​/​K​o​n​s​e​q​u​e​n​z​e​n​-​d​e​r​-​e​r​f​o​l​g​r​e​i​c​h​e​n​-​A​n​g​r​i​f​f​e​-​a​u​f​-​S​H​A​-​1​-​2​7​0​6​4​8​.​h​t​m​l. „At­tacken auf SHA-1 wei­ter ver­ein­facht“, 11.06.2009, h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​m​e​l​d​u​n​g​/​A​t​t​a​c​k​e​n​-​a​u​f​-​S​H​A​-​1​-​w​e​i​t​e​r​-​v​e​r​e​i​n​f​a​c​h​t​-​1​8​0​5​8​7​.​h​t​m​l.

[5h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​c​i​s​.​m​i​n​s​k​.​b​y

[6h​t​t​p​:​/​/​t​o​o​l​s​.​i​e​t​f​.​o​r​g​/​h​t​m​l​/​d​r​a​f​t​-​d​o​l​m​a​t​o​v​-​c​r​y​p​t​o​c​o​m​-​g​o​s​t​3​4​1​1​9​4​-​0​7

[7h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​gost.​r​u​/​w​p​s​/​p​o​r​t​a​l​/​p​a​g​e​s​.​e​n​.​M​a​i​n

[8] Hei­se-Ver­lag News-Mel­dung vom 20. Au­gust 2008: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​m​e​l​d​u​n​g​/​o​e​s​t​e​r​r​e​i​c​h​i​s​c​h​e​-​K​r​y​p​t​o​l​o​g​e​n​-​a​t​t​a​c​k​i​e​r​e​n​-​H​a​s​h​-​F​u​n​k​t​i​o​n​e​n​-​1​9​7​8​8​0​.​h​t​m​l

[9] Sie­he hier­zu auch „Did NSA Put a Se­cret Back­door in New En­cryp­tion Stan­dard?“, Bruce Schnei­er, 15. No­vem­ber 2007 auf Wired.com: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​w​i​r​e​d​.​c​o​m​/​p​o​l​i​t​i​c​s​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​c​o​m​m​e​n​t​a​r​y​/​s​e​c​u​r​i​t​y​m​a​t​t​e​r​s​/​2​0​0​7​/​1​1​/​s​e​c​u​r​i​t​y​m​a​t​t​e​r​s​_​1​1​1​5, und „Der Ver­schlüs­se­lungs­stan­dard AES: Das Da­na­er-Ge­schenk der US-​Re­gie­rung für die Welt?“, Info­krieg.tv, 18. Au­gust 2011: h​t​t​p​:​/​/​in​fo​kr​ie​g.​t​v​/​w​o​r​d​p​r​e​s​s​/​2​0​1​1​/​0​8​/​1​8​/​d​e​r​-​v​e​r​s​c​h​l​u​s​s​e​l​u​n​g​s​s​t​a​n​d​a​r​d​-​a​e​s​-​d​a​s​-​d​a​n​a​e​r​-​g​e​s​c​h​e​n​k​-​d​e​r​-​u​s​-​r​e​g​i​e​r​u​n​g​-​f​u​r​-​d​i​e​-​w​e​l​t/.
­­­Mitt­ler­wei­le gilt es als of­fe­nes Ge­heim­nis, daß von je­dem In­ter­net­nut­zer der Welt ein le­bens­lang ge­spei­cher­tes Pro­fil er­stellt wird, ein­schließ­lich so­zia­ler Gra­phen, die sämt­li­che Kon­tak­te mit an­de­ren In­ter­net­nut­zern do­ku­men­tie­ren. Sie­he hier­zu bei­spiels­wei­se den Ab­schnitt von Mi­nu­te 00:56 bis 02:00 der „Kopp Nach­rich­ten vom 21.06.2010 mit Eva Herr­mann“, „US-​Ge­heim­dien­ste pla­nen In­ter­net-Kon­trol­le“.
­­­In­for­ma­tions­ab­grif­fe er­fol­gen au­to­ma­tisch an vie­len Netz­werk­schnitt­stel­len, u.a. auf Stich­wor­te hin aus­ge­löst. An­schau­li­che Grund­la­gen­ein­füh­rung: „Die Pro­ble­ma­tik von Da­ta Mining und Pro­filing“, er­schie­nen auf Si​cher​heits​kul​tur​.​at: h​t​t​p​:​/​/​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​s​k​u​l​t​u​r.​a​t​/​d​a​t​a​_​m​i​n​i​n​g​.​h​t​m.
­­­Heu­ti­ge Al­go­rith­men wer­ten um­fas­send aus: Wer kom­mu­ni­ziert mit wem, wel­che so­zia­len Netz­werk­e existie­ren? Wel­che In­te­res­sens­ge­bie­te und ten­den­tiel­len Ein­stel­lun­gen sind vor­han­den? „[...] … denn wir wis­sen, wo Sie sind, mit Ih­rer Er­laub­nis. Wir wis­sen, wo Sie ge­we­sen sind, mit Ih­rer Er­laub­nis. Wir kön­nen mehr oder we­ni­ger er­ah­nen, wo­rü­ber Sie nach­den­ken. [...]“, „[...] because we know where you are, with your per­mis­sion. We know where you have been, with your per­mis­sion. We can more or less guess what you are thin­king about. [...]“, „Eric Schmidt at Washing­ton Ideas Fo­rum 2010“, Zi­tat bei 16:19, Ein­stiegs­punkt in der 14. Mi­nute, ver­öf­fent­licht im You­tube-Ka­nal von Google: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​w​a​t​c​h​?​v​=​C​e​Q​s​P​S​a​i​t​L​0​#​t​=​1​4​m​2​5​s. Sie­he zu die­sem The­men­be­reich auch ei­nen deutsch­spra­chi­gen Nach­rich­ten­ar­ti­kel vom 09.06.2006 zur „Real-Time Am­bient-Au­dio Iden­ti­fi­cation“-Tech­no­lo­gie, h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​g​o​l​e​m​.​d​e​/​0​6​0​6​/​4​5​8​1​9​.​h​t​m​l.
­­­Fir­men und Kon­zer­ne, z.B. Such­ma­schi­nen­an­bie­ter so­wie An­bie­ter von so­zia­len Netz­wer­ken und E-Mail-Dien­sten sind da­zu in der La­ge, auf An­fra­gen Drit­ter von je­dem Nut­zer ein per­sön­li­ches Dos­sier zu er­stel­len, mit In­te­res­sens­ge­bie­ten, ver­mu­te­ten per­sön­li­chen Stär­ken und Schwä­chen, so­zia­len Gra­phen und wei­te­ren In­for­ma­tio­nen. h​t​t​p​:​/​/​w​w​w.​g​o​o​g​l​e​-​w​a​t​c​h.​o​r​g und h​t​t​p​:​/​/​w​w​w.​w​i​k​i​p​e​d​i​a​-​w​a​t​c​h.​o​r​g zäh­len zu den größ­ten Kri­ti­kern vor­herr­schen­der Such­ma­schi­nen­mo­no­po­li­sie­rungs­ten­den­zen.
­­­Sei­en Sie sich die­ser Aspek­te im­mer ge­wahr, wenn Sie kom­mu­ni­zie­ren. Ge­hen Sie da­von aus, daß ein ans Welt­netz an­ge­schlos­se­ner Rech­ner für man­che Her­stel­ler und Or­ga­ni­sa­tio­nen tat­säch­lich im­mer ei­ne of­fen ein­seh­ba­re Da­ten­platt­form ist. In­hal­te je­der Art kön­nen voll­au­to­ma­tisch iden­ti­fi­ziert, ab­ge­glichen und „ge­mel­det“ wer­den, durch den rou­ti­ne­mä­ßi­gen Ver­sand der elek­tro­ni­schen Fin­ger­ab­drücke kon­su­mier­ter Da­tei­en, z B. von Vi­deo­fil­men, Ton­da­tei­en, PDF-Do­ku­men­ten und an­de­ren Da­tei­ty­pen. Es gibt kei­ne Pri­vat­sphä­re mit elek­tro­ni­schen Ge­rä­ten, höchst­wahr­schein­lich al­le In­hal­te sind aus­les­bar, je­der Le­bens­be­reich ist be­trof­fen: h​t​t​p​:​/​/​s​k​l​a​v​e​n​-​o​h​n​e​-​k​e​t​t​e​n​.​b​l​o​g​s​p​o​t​.​c​o​m​/​2​0​0​9​/​0​3​/​1​-​9​-​b​e​l​a​u​s​c​h​t​e​s​-​p​r​i​v​a​t​l​e​b​e​n​-​d​i​e​.​h​t​m​l.

[10http:​//​de.​wi​ki​pe​dia.​org/​wi​ki/​Ver​sions​ver​w​a​l​t​u​n​g

[11] Das ist lang­fri­stig si­che­rer, ei­nes der bei­den Ver­fah­ren hält ver­mut­lich län­ger durch in der Zu­kunft.

[12] Der Be­griff „Free­ware“ ist nicht ein­deu­tig de­fi­niert. Er kann sich auf „Freie Soft­ware“ (Pro­gramm­text/​Quell­code ist ver­füg­bar) be­zie­hen oder auch nicht. Ten­den­tiell vor­herr­schend be­zeich­net er ko­sten­los ver­teil­te Soft­ware, de­ren Pro­gramm­text/Quell­code je­doch un­ver­öf­fent­licht bleibt.

[13] Ach­ten Sie auf ei­ne SSL-/​TLS​-ge­si­cher­te Paß­wort­über­ga­be beim An­mel­de­vor­gang; das Be­nut­zer­paß­wort soll­te ver­schlüs­selt über das In­ter­net trans­por­tiert wer­den. Ein mög­li­ches ko­sten­lo­ses Blog­sy­stem wä­re z.B. Blogger.com (www.​blog​ger.​com), ein wei­te­res Word​Press.​com (http:​//​de.​word​press.​com/​fea​tures) Bei­de sind ein­fach und un­komp­li­ziert hand­bar und so­fort be­nutz­bar. Kom­men­tar­funk­tio­nen las­sen sich de­ak­ti­viert hal­ten. Ma­chen Sie sche­ma­ti­sche Ein­trä­ge, bei­spiels­wei­se in der Form Prüf­sum­men­ver­fah­ren – Da­tei­prüf­sum­me. Mehr In­for­ma­tion be­darf es nicht. Bei um­fang­rei­chen täg­li­chen Ein­trä­gen könn­ten Sie op­tio­nal noch ei­ne Da­tei­na­mens­ab­kür­zung hin­zu­fü­gen. Aus dem E-Mail­an­hang „an­fra­ge.pdf“ wür­de dann „a...e.pdf“ oder ein­fach nur „a...e“ wer­den.
   Hal­ten Sie Cookies in Ih­rem Browser de­ak­ti­viert bzw. er­lau­ben Sie die­se nur aus­ge­wähl­ten Sei­ten oder nur tem­po­rär wäh­rend der Sit­zung. Fire­fox­er­wei­te­run­gen wie „Bet­ter Privacy“ (h​t​t​p​s​:​/​/​a​d​d​o​n​s​.​m​o​z​i​l​l​a​.​org/​de/​fi​re​fo​x/​ad​d​o​n​/​6​6​2​3) sor­gen für ei­ne au­to­ma­ti­sche Lö­schung von Flash­cookies, vor wäh­rend oder nach Sit­zungs­en­de. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu da­ten­schutz­re­le­van­ten Fire­fox-​Add­ons und zu frei­er Soft­ware ent­hält die Emp­feh­lun­gen-Ru­brik auf w​w​w.​c​o​m​p​u​t​e​r​b​i​l​d​n​i​s​.​c​o​m.

[14] Zer­ti­fi­kate sind Aus­wei­se für das In­ter­net (Netz­wer­ke all­ge­mein), mei­stens E-​Mail- oder Netz­sei­ten­zer­ti­fi­ka­te. Mit ih­nen läßt sich die Da­ten­über­tra­gung auch ver­schlüs­seln („https://[]“).
   In der Ver­gan­gen­heit ver­sa­hen Per­so­nen bzw. Äm­ter ih­re Do­ku­men­te mit ei­nem zu­sätz­li­chen Echt­heits­nach­weis, in­dem sie mit Sie­gel­lack und Sie­gel­stem­pel kom­plexe Mu­ster auf die Do­ku­men­te auf­tru­gen. Heu­te über­neh­men kryp­to­gra­phi­sche Schlüs­sel bzw. Zer­ti­fi­ka­te die Funk­tion des Sie­gel­stem­pels: Für ein Do­ku­ment, z.B. ei­ne E-​Mail-​Da­tei, wird mit Hil­fe ei­nes Zer­ti­fi­ka­tes (ei­nes Aus­wei­ses) ein be­glei­ten­der, per­so­nen­ge­bun­de­ner Echt­heits­nach­weis be­rech­net, die so ge­nann­te kryp­to­gra­phi­sche Sig­na­tur. Nach Ein­gang der Nach­richt stellt das E-​Mail-​Pro­gramm des Emp­fän­gers (u.a. mit Hil­fe die­ser Sig­na­tur) voll­au­to­ma­tisch fest, ob das Do­ku­ment wirk­lich vom an­ge­ge­be­nen Ver­sen­der (Zer­ti­fi­kats­in­ha­ber/Aus­weis­in­ha­ber) er­stellt wur­de.
   E-Mail- und Netz­sei­ten­zer­ti­fi­ka­te ha­ben al­so ei­ne Aus­weis­funk­tion, mit der Kor­res­pon­denz­part­ner und In­ter­net­sei­ten ih­re Iden­ti­tät nach­wei­sen kön­nen.
Klas­si­sche Aus­wei­se wer­den von staat­li­chen Be­hör­den aus­ge­stellt. E-Mail- und Netz­sei­ten­zer­ti­fi­ka­te wer­den von so ge­nann­ten Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­len aus­ge­stellt (Cer­ti­fi­cation Authorities, CAs). Und hier lie­gen die zwei en­tschei­den­den Un­ter­schie­de: Klas­si­sche Aus­wei­se sind un­ter­ei­nan­der al­le gleich­wer­tig und amt­lich an­er­kannt, es gibt nur ei­nen ein­zi­gen Aus­stel­ler, der zu­gleich als Be­glau­bi­gungs­insti­tu­tion fun­giert: den Staat. E-Mail- und Netz­sei­ten­zer­ti­fi­ka­te hin­ge­gen existie­ren in un­ter­schied­li­chen Gü­te­klas­sen, mit un­ter­schied­li­cher Aus­sa­ge­kraft. Nur Zer­ti­fi­ka­te höchster Gü­te­klas­se (Class-3), aus­ge­stellt von s​t​a​a​t­l​i​c​h a​n­e​r­k​a​n​n­t​e​n Z​e​r­t​i­f​i­z​i​e­r​u​n​g​s­s​t​e​l­len, wer­den recht­li­ch an­er­kannt.
   Einführung „Kryptographische Sig­na­tur und Ver­schlüs­se­lung, E-Mail-Zer­ti­fi­kate“ auf ComputerBildnis.com: h​t​t​p​:​/​/​c​o​m​p​u​t​e​r​b​i​l​d​n​i​s​.​c​o​m​/​r​e​c​o​m​m​e​n​d​a​t​i​o​n​s​_​d​e​/​r​e​c​o​m​m​e​n​d​a​t​i​o​n​s​_​d​e​.​h​t​m​l​#​E​-​M​a​i​l​-​K​r​y​p​t​o​g​r​a​p​h​i​e​-​u​n​d​-​Z​e​r​t​i​f​i​k​a​t​e.

[15] Hei­se Se­cu­ri­ty News-Mel­dung vom 25.03.2010: „EFF zwei­felt an Ab­hör­si­cher­heit von SSL“, w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​m​e​l​d​u​n​g​/​E​F​F​-​z​w​e​i​f​e​l​t​-​a​n​-​A​b​h​o​e​r​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​-​v​o​n​-​S​S​L​-​9​6​3​8​5​7​.​h​t​m​l.

[16] Gu­te zeit­ge­mä­ße Streu­wert­funk­tio­nen wir­ken wie Ein­weg­funk­tio­nen. Sie wei­sen ei­ner Da­tei ei­nen in­di­vi­du­el­len Hash­wert zu. Der um­ge­kehr­te Weg, die Be­rech­nung der Ori­gi­nal­da­tei aus dem Hash­wert, ist je­doch nicht in prak­ti­kab­ler Zeit mög­lich – ge­mäß ge­gen­wär­ti­gem öf­fent­lich-be­kann­tem Wis­sens­stand.

[17] Ein Grund­la­gen­ar­ti­kel zu Paß­wör­tern: Da­niel Bach­feld, „Cracker Brem­se [...]“, 03.06.2011, URL: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​a​r​t​i​k​e​l​/​P​a​s​s​w​o​e​r​t​e​r​-​u​n​k​n​a​c​k​b​a​r​-​s​p​e​i​c​h​e​r​n​-​1​2​5​3​9​3​1.​h​t​m​l​?​v​i​e​w​=​p​r​i​n​t.

[18] Rein tech­nisch könn­ten auch pro­prietä­re PDF-Pro­gram­me über solch ei­ne Funk­tion ver­fü­gen. Al­ter­na­tiv sind freie PDF-​Be­trach­ter er­hält­lich, auf­ge­führt bei w​w​w.​p​d​f​r​e​a​d​e​r​s​.​o​r​g. Ei­ne um­fas­sen­de, größt­mög­li­che Si­cher­heit setzt je­doch im­mer auch ei­ne freie Be­triebs­sy­stem­ba­sis vo­raus.

[19w​w​w​.​f​s​f​.​o​r​g

[20h​t​t​p​:​/​/​d​e​.​w​i​n​d​o​w​s​7​s​i​n​s​.​o​r​g​/​p​r​i​v​a​c​y

[21w​w​w​.​o​p​e​n​s​o​u​r​c​e​.​o​r​g​/​l​i​c​e​n​s​e​s​/​a​l​p​h​a​b​e​t​i​c​a​l

[22h​t​t​p​:​/​/​d​i​r​e​c​t​o​r​y​.​f​s​f​.​o​r​g​/​p​r​o​j​e​c​t​/​j​a​c​k​s​u​m

[23] Wikipedia-​Artikel: h​t​t​p​:​/​/​d​e​.​w​i​k​i​p​e​d​i​a​.​o​r​g​/​w​i​k​i​/​J​a​v​a​_​(​P​r​o​g​r​a​m​m​i​e​r​s​p​r​a​c​h​e​), h​t​t​p​:​/​/​d​e​.​w​i​k​i​p​e​d​i​a​.​o​r​g​/​w​i​k​i​/O​p​e​n​J​D​K

[24] „[...] funktioniert unter Windows NT/​2000/​2003/​XP/​2008/​Vista/​7 [...]“, Quelle (Stand: 21. Juli 2010): w​w​w​.​j​o​n​e​l​o​.d​e​/​j​a​v​a​/​j​a​c​k​s​u​m​/​i​n​d​e​x​_​d​e​.​h​t​m​l​#​D​o​w​n​l​o​a​d

[25w​w​w​.​j​o​n​e​l​o​.​d​e​/​j​a​v​a​/​j​a​c​k​s​u​m​/​i​n​d​e​x​.h​t​m​l

[26w​w​w​.​j​o​n​e​l​o​.​d​e​/​j​a​v​a​/​j​a​c​k​s​u​m​/​i​n​d​e​x​_​d​e​.h​t​m​l​#​F​A​Q

[27h​t​t​p​:​/​/​p​a​c​k​a​g​e​s​.​u​b​u​n​t​u​.​c​o​m​/​l​u​c​i​d​/​u​t​i​l​s​/​j​a​c​k​s​u​m

[28h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​g​n​u​.​o​r​g​/​s​o​f​t​w​a​r​e​/​c​o​r​e​u​t​i​l​s

[29] Z.B. ReHash, ein kon­so­len­ba­sier­tes Pro­gramm in C++, er­hält­lich für GNU/​Li­nux und MS-​Win­dows, das eben­falls den GOST-​Hash­stan­dard ent­hält. Pro­jekt­sei­te: h​t​t​p​:​/​/​r​e​h​a​s​h​.​s​o​u​r​c​e​f​o​r​g​e​.​n​e​t​, Do­ku­men­ta­tion: h​t​t​p​:​/​/​r​e​h​a​s​h​.​s​o​u​r​c​e​f​o​r​g​e​.n​e​t​/​r​e​h​a​s​h​.​h​t​m​l. Text­ba­sier­te Pro­gram­me er­mög­li­chen die ef­fek­tiv­ste Nut­zung von Com­pu­tern. Ei­nen her­vor­ra­gen­den Über­blick bie­tet An­dre­as Poi­sel’s automatisch.cc: w​w​w​.​a​u​t​o​m​a​t​i​s​c​h​.​c​c

[30h​t​t​p​s​:​/​/​a​d​d​o​n​s​.​m​o​z​i​l​l​a​.​o​r​g​/​d​e​/​f​i​r​e​f​o​x​/​a​d​d​o​n​/​3​0​0​6 Bei Mo­zil­la er­hal­ten Sie auch zwei der ele­men­tar­sten Fire­fox-​Er­wei­te­run­gen für die För­de­rung der Pri­vat­sphä­re: „Bet­ter­Pri­va­cy“ und „No­Script“.

[31w​w​w​.​v​i​d​e​o​l​a​n​.​o​r​g​/​v​l​c

[32h​t​t​p​:​/​/​c​o​m​p​u​t​e​r​b​i​l​d​n​i​s​.​c​o​m​/​r​e​c​o​m​m​e​n​d​a​t​i​o​n​s​_​d​e​/​r​e​c​o​m​m​e​n​d​a​t​i​o​n​s​_​d​e​.​h​t​m​l​#​r​e​v​i​s​i​o​n​s​s​i​c​here​-​E​-​M​a​i​l​-​A​r​c​h​i​v​i​e​r​u​n​g

[33w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​v​i​e​w​_​p​l​a​y​_​l​i​s​t​?​p​=​D​F​F​2​3​D​0​9​B​1​9​7​6​1​B​4

[34h​t​t​p​:​/​/​v​i​d​e​o​.​g​o​o​g​l​e​.​c​o​m​/​v​i​d​e​o​p​l​a​y​?​d​o​c​i​d​=​-​6​4​3​8​2​8​5​3​2​2​6​7​8​2​3​9​1​5&h​l

[35w​w​w​.​o​p​e​n​s​o​u​r​c​e​.​o​r​g

[36] Bei­spiels­wei­se: www.it​world.com, 12. März 2009, „Re­sear­chers find ways to sniff key­strokes from thin air“, by Ro­bert Mc­Mil­lan: w​w​w​.​i​t​w​o​r​l​d​.​c​o​m​/​s​e​c​u​r​i​t​y​/​6​4​1​9​3​/​r​e​s​e​a​r​c​h​e​r​s​-​f​i​n​d​-​w​a​y​s​-​s​n​i​f​f​-​k​e​y​s​t​r​o​k​e​s​-​t​h​i​n​-​a​i​r

[37] „Asia​BSD​Con 2009: The Open​BSD Re­lease Pro­cess: A Suc­cess Sto­ry”, ca. 30 Mi­nu­ten: w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​w​a​t​c​h​?​v​=​i​7​p​k​y​D​U​X​5​u​M&f​e​a​ture​=​c​h​a​n​n​e​l

[38] Oft je­doch auch il­le­gal: h​ttp​://​g​p​l​-​v​i​o​l​a​t​i​o​n​s​.​o​r​g

[39] Z.B. die un­ter vie­len Aspek­ten ma­xi­mal Frei­heit bie­ten­de BSD-​Li­zenz.

[40] „Soft­ware-​Ver­zeich­nis Oh­loh in­di­ziert 250.000 freie Pro­jek­te“, 27.01.2009, h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​h​e​i​s​e​.​d​e​/​d​e​v​e​l​o​p​e​r​/​m​e​l​d​u​ng​/​S​o​f​t​w​a​r​e​-​V​e​r​z​e​i​c​h​n​i​s​-​O​h​l​o​h​-​i​n​d​i​z​i​e​r​t​-​2​5​0​-​0​0​0​-​f​r​e​i​e​-​P​r​o​j​e​k​t​e​-​2​0​2​4​0​1​.​h​t​m​l

[41] Ei­ne Li­ste spe­zia­li­sier­ter Di­stri­bu­tio­nen für al­te und sehr al­te Com­pu­ter, „Ope­rating sy­stems for real­ly, real­ly old com­pu­ters“, h​t​t​p​:​/​/​u​b​u​n​t​u​f​o​r​u​m​s​.​o​r​g​/​s​h​o​w​t​h​r​e​a​d​.​p​h​p​?​t​=​5​7​5​4​5​6; Di­stri­bu­tio­nen mit mi­ni­ma­ler Hard­ware­an­for­de­run­g“, h​t​t​p​:​/​/​d​e​.​w​i​k​i​p​e​d​i​a​.​o​r​g​/​w​i​k​i​/​L​i​s​t​e​_​d​e​r​_​L​i​n​u​x​-​D​i​s​t​r​i​b​u​t​i​o​n​e​n​#​D​i​s​t​r​i​b​u​t​i​o​n​e​n​_​m​i​t​_​m​i​n​i​m​a​l​e​r​_​H​a​r​d​w​a​r​e​a​n​f​o​r​d​e​r​u​n​g

[42] Binary Blobs wa­ren of­fi­ziel­les The­ma der OpenBSD Ver­sion 3.9: h​t​t​p​:​/​/​w​w​w​.​o​p​e​n​b​s​d​.​o​r​g​/​l​y​r​i​c​s​.​h​t​m​l​#​3​9

[43w​w​w​.​w​h​y​l​i​n​u​x​i​s​b​e​t​t​e​r​​.​n​e​t​/​i​n​d​e​x​_​d​e​.​p​h​p​?​l​a​n​g​=​d​e

[44] Plas­ma-​Desk­top: w​w​w​.​k​d​e​.​o​r​g​/​w​o​r​k​s​p​a​c​e​s​/​p​l​a​s​m​a​d​e​s​k​t​o​p, w​w​w​.​k​u​b​u​n​tu​.​o​r​g

[45] „How the Free​BSD Pro­ject works“, 50 Mi­nu­ten, Google Tech Talks: w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​w​a​t​c​h​?​v​=​n​N​k​q​K​d​L​m​1​r​U

[46] KDE Vi­sual Guide: w​w​w​.​k​d​e​.​o​r​g​/​a​n​n​o​u​n​c​e​m​e​n​t​s​/​4​.​4​/​g​u​i​d​e​.p​h​p

[47] „PC-​BSD, 2008“, ca. 29 Mi­nu­ten: w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​w​a​t​c​h​?​v​=​N​0​q​3​7​X​-​M​J​z​Y

[48] „Kris Moore: PC-​BSD – Making Free​BSD on the Desk­top a reali­ty“, ca. 42 Mi­nu­ten: w​w​w​.​y​o​u​t​u​b​e​.​c​o​m​/​w​a​t​c​h​?​v​=​7​V​Y​y​Q​v​z​d​D​9​g&f​e​a​t​u​r​e​=​c​h​a​n​n​e​l

[49] Li­ste der frei­en Di­stri­bu­tio­nen: w​w​w​.​g​n​u​.​o​r​g​/​d​i​s​t​r​o​s​/​f​r​e​e​-​d​i​s​t​r​o​s​.​h​t​m​l

[50w​w​w​.​f​s​f​.​o​r​g​/​c​a​m​p​a​i​g​n​s

[51] Deutsch: h​t​t​p​:​/​/​d​e​.​w​i​n​d​o​w​s​7​s​i​n​s​.​o​r​g, Eng­lisch: h​t​t​p​:​/​/​e​n​.​w​i​n​d​o​w​s​7​s​i​n​s​.​o​r​g




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